Ver - rückter Spätsommer

Plötzlich steht der September vor der Tür. Die große Hitze des Sommers scheint endgültig vorbei zu sein. Das Prasseln des Regens, welches wir monatelang nicht mehr gehört hatten, klingt schon fast wieder vertraut in den Ohren. Ein bißchen abrupt war dieser Übergang von den heißen Hundstagen zu den ersten herbstlich anmutenden Spätsommertagen. So wie das Wetter bleibt auch die Zeitqualität ein bißchen ver - rückt und unberechenbar.

 

Die Auswirkungen der Finsternisse vom Hochsommer sind überall deutlich zu spüren. Es gilt, sich seinem Schatten zu stellen, seine tiefsten Wunden anzuschauen und den Mut aufzubringen, diesen aufwühlenden Prozeß der Aufarbeitung zuzulassen. Diese Herausforderungen betreffen uns alle und haben eine gewisse Schleusenfunktion, um uns von Altlasten zu befreien. Das kann sich für jeden Einzelnen auf einer anderen Ebene abspielen. Hier geht es darum, der transformatorischen Kraft einen Zugang zu gewähren, damit es nicht zu einer völligen Energieblockade kommt.  

 

Seit dem 27.08. ist Mars wieder direktläufig und nimmt wieder Fahrt auf. Die letzten zwei Monate waren oftmals geprägt von Ungeduld, Gereiztheit und Ärger. Viele alte Konflikte forderten uns heraus und verlangten eine intensive Beschäftigung. Mars wird bis Mitte Oktober die ersten zehn Grade des Wassermanns erneut durchlaufen und somit auch jene Themen noch einmal aktivieren, die in den letzten zwei Monaten an die Oberfläche gekommen waren. Hier können Entscheidungen nun endgültig getroffen werden und etwas kann zum Abschluß kommen. Bis Ende September macht sich auch das Quadrat zu Uranus weiterhin bemerkbar, so daß weiterhin eine große Unfallgefahr besteht.

 

Am 06. September wird Saturn im Steinbock wieder direktläufig und wandert bis Anfang Dezember auf den Gradzahlen wieder vorwärts, die er seit Mitte April im Rückwärtsgang durchschritten hat. Das bedeutet, daß wir die Möglichkeit haben, uns wieder vermehrt auf das Wesentliche zu konzentrieren. Voraussgesetzt, wir haben die letzten 4 Monate dazu genutzt, unsere Pläne realistischer zu gestalten und die Grenzen unseres persönlichen Wachstums genauer zu definieren.

 

Diese Zeit der inneren Reife (Rückläufiger Saturn) kann jetzt ihre Blüten tragen, denn Saturn bildet zur Zeit ein nahezu exaktes Trigon zum rückläufigen Uranus im Stier. Dadurch bekommen wir die Möglichkeit, Altes und Neues miteinander zu verbinden und können durchaus etwas Neues wagen. Dieses Trigon macht es möglich, daß wir auch auf Altbewährtes zurück greifen können, um darauf aufzubauen und neue Impulse einfliessen zu lassen. Die Erdzeichen Stier und Steinbock stehen für einen ausgeprägten Realitätssinn, für Durchhaltevermögen und eine praktische Lebensorientierung. Hier können Themen wie Beruf und Finanzen neu miteinander kombiniert werden.

 

Projekte und Ideen, die den sich entickelnden neuen wassermännischen Zeitgeist in sich tragen, können in dieser Zeit von einem "kosmischen Rückenwind" profitieren. Wer eine Vision in sich spürt und mit Herzensenergie seinen gesellschaftlichen Beitrag leisten möchte, um positive Veränderungen voran zu treiben, dem könnten sich neue Wege und Möglichkeiten erschließen. Die Uranus Energie öffnet in uns eine neue Bewusstseinsebene, die es uns ermöglicht, weniger egozentriert zu denken und uns mehr dem Kollektiv zuzuwenden. Je weniger Altlasten wir haben, desto mehr können wir in Resonanz mit dieser neuen Zeitqualität gehen.

 

Anfang November wechselt Uranus noch mal in den Widder zurück, bevor er Anfang März 2019 endgültig für 7 Jahre in den Stier wechselt. Diese Zeit also, vom ersten Eintritt im Mai diesen Jahres bis zu seinem endgültigen Eintritt nächstes Jahr, kann durchaus als eine Art Testphase gesehen werden, wo Ideen entwickelt und ausprobiert werden können.