Mondfinsternis

 

Am Freitag, den 27.07.`18 um 22 Uhr 20 treffen die Sonne im Löwen und der Mond im Wassermann zum Vollmond aufeinander. Diese Opposition findet auf der Mondknotenachse statt und ist eine totale Mondfinsternis, und daher auch ein besonderes astronomisches Schauspiel. Wenn sich der Mond vollständig im Kernschatten der Erde befindet, wird das Licht auf eine besondere Art gebrochen. Der Mond ist dann noch schwach sichtbar und steht als sogenannter Blutmond am Himmel.

 

Der Mond steht in enger Konjunktion zum rückläufigen Mars, der in diesem heißen Sommer eine Hauptrolle spielt und zugleich sehr nah an der Erde steht. Die Opposition zwischen Sonne, Mond und Mars steht zugleich im Quadrat zu Uranus, der in den ersten Graden des Stierzeichen steht und in zwei Wochen rückläufig wird. Zudem gesellt sich noch in weiter Konjunktion zu Mars die Lillith, die Anfang August in den Wassermann wechselt. Zudem wird Merkur am Donnerstag, also einen Tag vor dem Vollmond, stationär und beginnt seine Rückläufigkeit.

 

In diesem Vollmond steckt ein enormes Aggressionspotential, aber auch eine große transformatorische Kraft. Dinge, die lange brodelnd unter der Oberfläche gegärt haben, können nun an die Oberfläche kommen und uns konfrontieren. Wie stabil unsere Abwehrmechanismen bisher auch waren, in diesen Tagen werden wir nicht darum kommen, uns mit unseren Schwächen, unseren Wunden und mit unserer Wut auseinander zu setzen. Hier kann es zu konkreten Auseinandersetzungen kommen, aber auch zu einem lang ersehnten endgültigen Durchbruch der eigenen Kräfte.

 

Mit der Sonne im Löwen geht es um Stolz, um Souveränität und um die eigene innere Größe. Wie selbstbewusst und stark sind wir wirklich? Sind wir in der Lage, unsere Wunden anzuschauen und unsere Verletzlichkeit einzugestehen? Wie abhängig und verwickelt sind wir in zwischenmenschlichen Beziehungen? Sind wir souverän und selbstständig und achten den anderen als gleichwertigen Partner? Welche fixen Vorstellungen von uns selbst tragen wir mit uns herum? Sind wir in der Lage, mit Kritik und Konfrontationen kreativ umzugehen?

 

Oft geben wir den Menschen die Schuld, die uns, zufällig oder absichtlich, an unseren Wunden berühren, und wir sind geneigt sie abzuwehren oder zu bekämpfen, da wir sie als Gefahr empfinden. Hier ist die Herausforderung, uns klar zu machen, daß die Menschen nur die Auslöser sind, nicht aber die Urheber unserer Verletzungen. Wir sollten sie nicht bekämpfen, sondern uns beherzt die Wunde anschauen, die durch sie sichtbar gemacht wurde.

 

Wir können in diesen Tagen lernen, Größe zu zeigen, in dem wir uns erlauben, zu entscheiden, ob wir uns von den Emotionen hinein ziehen lassen, oder ob wir uns geistesgegenwärtig besinnen und uns bewusst machen, daß wir uns gegenseitig in unserer Verletzlichkeit spiegeln. Es gibt diesen winzigen Moment der Entscheidungsfreiheit, in dem wir bewusst entscheiden können, ob wir aufeinander los gehen oder aufeinander zugehen.

 

Es ist der rückläufige Mars am absteigenden Mondknoten, daß wir alle es mit alten Themen zu tun haben. Es scheint, als ziehen wir geradezu magnetisch jene Menschen und Ereignisse an, die wir brauchen, damit wir an den wunden Punkten berührt werden. Das tut weh und das kann uns durchaus wütend machen, weil die alten Konflikte und Verletzungen so tief liegen, daß es schwer ist, jemanden die Schuld dafür zu geben. Manchmal finden wir Erklärungen dafür, und manchmal liegen die Gründe in den komplexen karmischen Gesetzen. 

 

Auf der kollektiven Ebene dürften wir auch von gewaltvollen Ereignissen erfahren, die etwas Unberechenbares und Explosives haben. Da der Vollmond auf der Mondknotenachse (in Konjunktion mit dem AC) vom Deutschen Landeshoroskop stattfindet, gehe ich davon aus, daß dieses Ereignis hierzulande starke Auswirkungen haben wird. Es kann durchaus sein, daß auch hier alte Themen aus der Vergangenheit ans Licht gebracht werden und die politische Führung heraus fordern. Schließlich geht es für Deutschland auch um die zentrale Frage der Souveränität, von der so vieles abhängt.