Neumond im Krebs

 

Morgen früh um 04 Uhr 48 treffen die Sonne und der Mond zum Neumond im Krebs aufeinander. Dieser neue Sonne Mond Zyklus ist in vielerlei Hinsicht sehr interessant und zugleich ein astronomisches Schauspiel, da es eine partielle Sonnenfinsternis ist (in Deutschland nicht sichtbar). In früheren Zeiten wurden Finsternisse als Vorboten schlimmer Ereignisse betrachtet.

 

Der Neumond ist ähnlich einer Befruchtung, hier wird die Saat fürs Zukünftige gesetzt, und ein Vollmond ist ähnlich einer Geburt, hier wird das, was der Saat entspringt, sichtbar. Im Neumond wird der Mond von der Sonne sozusagen verschluckt und ist für eine Weile nicht sichtbar. Der Prozeß findet also im Verborgenen statt. 

 

Der Neumond im Krebs stimuliert unsere seelische Empfindsamkeit und macht uns zugleich verletzlich. Das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit ist stark ausgeprägt und verlangt nach einem Zuhause, welches genau diese Eigenschaften hat, damit wir uns zurück ziehen können. Um das zu leben, benötigen wir außen eine feste Struktur und eine klar umrissene Begrenzung,  jene Eigenschaften, die im gegenüber liegenden Zeichen Steinbock zu finden sind. 

 

Dort steht Pluto seit 2008 und morgen in Opposition zum Neumond. Es kann sein, daß die nächsten zwei Wochen von einem unterschwelligen Gefühl der Angst und der Bedrohung geprägt sind. Diese Gefühle können mit Familie, mit unserem Zuhause, unseren Wurzeln und unserer Heimat, aber auch mit unserem politischen System zu tun haben. Schließlich aktiviert der jetzige Neumond den Saturn im Landeshoroskop von Deutschland und der kommende Vollmond (Totale Mondfinsternis, in Deutschland sichtbar) findet dort auf der Mondknotenachse statt.

 

Diese Wochen können uns emotional heraus fordern. Wir könnten das Bedürfnis haben, uns schutzbedürftig zurück zu ziehen, weil wir empfindsamer als sonst auf harte reale Fakten reagieren können. Vielleicht stellen wir auch fest, daß wir in mancher Hinsicht zu gutgläubig waren, und das wir alle mehr in Machtkämpfe verstrickt sind, als wir wahrhaben wollen.

 

Wir können in die plutonischen Machtkämpfe gehen, oder wir lassen los und befreien uns von den Verwicklungen und von den künstlichen Strukturen, die in der Außenwelt eine so starke Bedeutung bekommen haben. Welche Kämpfe auf der Weltbühne auch passieren mögen, es ist gut, sich weder mit einem Politiker noch mit einer Partei zu identifizieren. Je stärker die Verwicklung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, in Turbulenzen hinein gerissen zu werden.

 

Es ist eine gute Zeit, sich Gedanken über das eigene heimische Nest zu machen und zu überlegen, was es braucht, um sich dort wohl zu fühlen. Vor allem in dieser unruhigen und ungewissen Zeit ist es wichtiger denn je, einen Ort für sich zu haben, wo wir uns zurück ziehen können. Wir brauchen ein seeliches Zuhause, wo wir ungestört träumen und uns von der phantastischen Innenwelt der Seele ernähren können. Pluto im Steinbock lädt uns dazu ein, uns von dem zu befreien, was uns daran hindert, uns dem Fluß des Lebens hinzugeben.