"Jawohl!"

Manchmal wissen wir nicht, ob wir weinen oder lachen sollen, wenn wir in unserem Alltag die Sternstunden des Menschseins erleben. Wie dieser Clown jonglieren wir mit Beruf, Familie, Haushalt und den lieben Nerven. Manchmal gelingt es uns und manchmal fallen die Bälle eben zu Boden.

Wie schnell sie doch da sind, jene Momente, wo man zu Hause aneinander gerät, weil die Nerven blank liegen. Schlaflose Nächte, ein krankes Kind mit hohem Fieber, Überstunden auf der Arbeit, ein expandierender Haushalt, und dann geht auch noch die Waschmaschine kaputt. Überhaupt, es ist Winter, es ist nasskalt und dunkel.

Mit einem Mal rutscht die mentale Verfassung in eine frustriert - genervte Stimmung. Plötzlich bauen sich die bekannten Fronten auf und die üblichen Vorwürfe lauern auf die Auseinandersetzung. Jetzt wäre es ein Leichtes, den Partner anzuraunzen.

Sind wir denn alle Gefangene in unseren Reaktionsmustern?! 

 

"Jawohl!"

 

So hieß eine Übung auf einem Clowns Seminar. Es ging um den Ausdruck der Freude, einen Partner zu haben, mit dem man alles gemeinsam erleben darf. So liefen wir beschwingt durch den Raum und erfreuten uns der Entdeckungen, und wenn sie noch so banal waren. 

"Schau nur, eine Steckdose!"

"Jawohl! Eine Steckdose! Wie großartig!"

Beide erleben gemeinsam einen Moment der Begeisterung, dieses Wunderwerk der Menschheit bestaunen zu dürfen.

"Was sind wir für ein tolles Team!"

"Das sind wir!"

 

Es ist also an der Zeit, nicht nur seinen Partner, sondern auch sich selbst einmal zu überraschen! Ich weiß, es gibt da einen Teil in mir, der pocht jetzt auf schlechte Laune.

Was kann ich tun? Loslassen...

Es ist eben nicht möglich, auf jedem Gebiet souverän zu sein. Dann sieht die Küche eben wie ein Schweinestall aus. Besinnen wir uns lieber auf unsere Stärken. Außerdem ist Saturn im Steinbock. Jammern macht jetzt auch keinen Spaß mehr!

 

"Ich finde, wir sind ein tolles Team! Es ist eine Freude, mit dir diesen abwechslungsreichen Alltag erleben zu dürfen.Ich bewundere, wie du das alles schaffst! Ich weiß, daß ich eine Herausforderung bin! Aber du liebst doch Herausforderungen, oder?!"

 

Es ist vollbracht; der Frust ist transformiert! Ein kleines Lob kann wahre Wunder bewirken. Den Partner hoch heben, nicht klein machen. Den Blick auf das richten, was gelingt und was Freude bereitet. Die Stärken des Anderen bewundern dürfen.

Wollen wir nicht alle abends mit einem guten Gefühl schlafen gehen und uns auf den nächsten gemeinsamen Tag freuen?!

 

"Jawohl!"