November

"Bald werden wir in kalte Finsternisse tauchen:

 leb wohl, strahlende Helle unserer allzu kurzen Sommer!

 Schon in den Höfen höre ich das Holz zu Boden prasseln,

 das auf dem Pflaster unheimlich widerhallt."

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(Aus dem Gedicht "Herbstgesang" von Charles Baudelaire.)

 

 

So ist der November ein schaurig schöner Monat. Die nackten Bäume stehen wie Skelette, es ist nass kalt, ungemütlich. Die Wolken sind zu einer einzigen grauen Masse verschmolzen. Die Natur zieht sich zurück und die Energie wird eingespeichert in den unterirdischen Regionen. So zieht sich auch der im November geborene Skorpion gerne nach innen zurück und schirmt sich von der Außenwelt ab. Ihm es wichtig, sich zu schützen und selbst zu bestimmen, was nach außen hin gezeigt wird und was nicht. Die Konzentration liegt auf den inneren Prozessen. Von außen nicht einsehbar, können dort große Wandlungen vollbracht werden. So wie man sich von diesem kahlen Baum nicht vorstellen kann, daß er im Frühling wieder in voller Pracht erstrahlt, so können Skorpione auch nach einer langen Reise durch die Innenwelt in einem neuen Licht erscheinen und ihre Außenwelt überraschen.    

 

Das Sigel steht für die Auf - und Abwärtsbewegung der Skorpion - Energie, die in ihrer extremen Dynamik immer wieder in die Tiefe reicht. Auf die Pflanzenwelt übertragen ist es der Saft, der sich jetzt in die Wurzeln zurückzieht. Aber der weitere Verlauf deutet an, daß die Energie nicht endgültig verschwindet. Er macht einen Bogen wieder zurück ins Leben. Es ist das "Stirb - und - werde" Prinzip der Skorpion - Energie. Es gibt kein Ende, sondern eine Transformation, die zur Wiedergeburt führen kann. Es gilt als Zeichen, daß es nach einer Krise auch wieder aufwärtsgehen kann. Die Neugeburt ist noch nicht sichtbar. Das zeigt die Hakenspitze, die zwar nach oben ausgerichtet ist, sich aber noch im unteren Bereich findet. Die Erdoberfläche wird erst im Frühlingszeichen Widder durchbrochen.